Archiv der Kategorie: geographisch

Sägewerk Hirschwang geschlossen

Das Sägewerk wurde 1941 von der Stadt Wien übernommen. In den 1960er und 1970er Jahren wurde es erneut adaptiert und modernisiert, so konnten die Holzmengen nach den großen Windwürfen im Rax-Schneeberggebiet bewältigt werden. Der Großteil des Holzanfalles der Quellenschutzwälder wurde hier verarbeitet. Produziert wurde für den eigenen Betrieb, für die Stadt Wien und den freien Markt.

Da das Sägewerk laut einer betriebswirtschaftlichen Analyse 2016 „als forstlicher Nebenbetrieb nicht mehr vertretbar weitergeführt werden kann“, wurde es mit 1. Jänner 2017 geschlossen.

Zum Weiterlesen: Nina Flori: „Wiens Sägewerk schließt„. In: Wiener Zeitung, 27.12.2016

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Wald und Burg

Von der Burg in den Wald.

Von der Burg in den Wald.

Efeu in Licht und Schatten.

Efeu in Licht und Schatten.

Wald im Nostalgiemodus.

Wald im Nostalgiemodus.

Der Frühling kommt

Monika Bargmann, CC-BY

Monika Bargmann, CC-BY

Knarren windgebeugter Äste. Die Geräusche des Waldes

Der Oberst blieb still sitzen und wartete auf den neuen Tag. Zum ersten Male in seinem Leben lernte er die Geräusche des Waldes kennen. Fünfzehn verschiedene Geräusche unterschied er in jener Nacht. Er zählte sie, eines nach dem anderen:

  1. Ab und zu unbestimmtes, dumpfes Grollen, das aus dem Innern der Erde zu kommen schien; es war, als kündigte sich ein Erdbeben an.
  2. Blätterrauschen.
  3. Knarren windgebeugter Äste.
  4. Rascheln trockenen Laubes am Boden.
  5. Geräusch fallender trockener Zweige, Blätter und Tannenzapfen.
  6. Ganz in der Ferne das Rauschen eines Baches oder Stromes.
  7. Geräusch wie von einem großen Vogel, der ab und zu mit lärmendem Flügelschlag auffliegt (vielleicht ein Auerhahn).
  8. Geräusche von Säugetieren (Eichhörnchen, Marder, Füchse oder Hasen), die durch den Wald ziehen.
  9. Klopfen von Insekten, die die Baumstämme anbohren oder auf ihnen entlanglaufen.
  10. In langen Zwischenräumen das Summen einer großen Mücke.
  11. Ein Rascheln, das wahrscheinlich von einer nächtlich herumkriechenden Schlange stammt.
  12. Der Ruf einer Eule.
  13. Das leise Lied der Grillen.
  14. In der Ferne Geheul und Klagen eines unbekannten Tieres, das wahrscheinlich von Eulen oder Wölfen angegriffen wird.
  15. Ganz und gar geheimnisvolle Quiek- und Kreischlaute.

Aber zwei- oder dreimal in jener Nacht wurde es auch ganz still; das feierliche Schweigen der uralten Wälder trat ein, eine Stille, sie sich mit keiner anderen auf der ganzen Welt vergleichen läßt und die nur sehr wenige Menschen je kennen gelernt haben.

buzzati-geheimnis-alten-waldes Quelle: Dino Buzzati: Das Geheimnis des alten Waldes. Roman. Berlin / Wien / Leipzig: Paul Zsolnay Verlag 1948, S. 106-107. Übersetzung aus dem Italienischen von Antonio Luigi Erné

Weitere Ausgaben (Auswahl):

  • Originalausgabe: Il segreto del bosco vecchio (Milano: Fratelli Treves 1935).
  • deutsche Ausgaben in der Übersetzung von Bettina Kienlechner: Thienemann 1986; Weitbrecht 1997; Fischer Taschenbuch 1989 / 1999
  • weitere italienische Ausgaben: Garzanti 1961 / 1970 / 1977 (in einem Band mit „Bàrnabo delle montagne“); Mondadori 1993 / 2002

Fernblick mit Baum in Hochwolkersdorf

Fernblick in Hochwolkersdorf. Bild: Monika Bargmann, CC-BY

Fernblick in Hochwolkersdorf. Bild: Monika Bargmann, CC-BY

Bäume am Leithaursprung

Monika Bargmann, CC-BY

Monika Bargmann, CC-BY

Hutwisch im Nebel

Monika Bargmann, CC-BY

Monika Bargmann, CC-BY

hutwisch-markierung

Monika Bargmann, CC-BY

Monika Bargmann, CC-BY

Monika Bargmann, CC-BY

Von dem ersten Schlag und Streich…

Sinnspruch im Museumsdorf Krumbach

Von dem ersten Schlag und Streich… gestickter Sinnspruch im Museumsdorf Krumbach. Heute beim „Tag des Denkmals“ photographiert.

Ameisenhaufen mit Aussicht

ameisenhaufen raach

Diesen (entstehenden?) Ameisenhaufen habe ich heute in Raach photographiert. Entweder die Ameisen verwenden den Baumrest als Stütze, oder sie wollten ein stephansdomartiges Türmchen, um die Aussicht zu genießen 😉

Datenbank: Rechtsaltertümer online

Wer den kermist auf die gemain wirft, der ist dem richter verfallen 12 dn (Rechte der Dorfmenge zu Erlach, 1480).

Beim Googeln des Begriffs „Haarzehent“ bin ich auf eine interessante Datenbank gestoßen: RechtsAlterTümer online (RAT). Das Projekt wird von Elisabeth Vavra, Direktorin des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit, und von Ute Streitt vom Oberösterreichischen Landesmuseum geleitet. Alle Interessierten sind eingeladen, etwas beizutragen. Die URL ist rat.imareal.sbg.ac.at.

RAT erfasst in Original erhaltene Rechtsaltertümer aus Österreich ebenso wie solche, von deren Existenz Schrift- oder Bildquellen berichten. Unsere Definition von Rechtsaltertümern umfasst Objekte, Gebäude, Rechtsorte und Schriftquellen aus dem Bereich des Straf- und Hoheitsrechts. Der Zeitrahmen erstreckt sich vom Mittelalter bis zur Reform von 1848. Die Datenbank ist ein „work in progress“. Es werden laufend neue Datensätze eingegeben und bestehende ergänzt und korrigiert (Beschreibung auf der Website).

Erfreulich ist, dass die Datenbankinhalte frei zugänglich sind und dass man problemlos direkt auf die einzelnen Datensätze verlinken kann. Man kann nach Titel, Objekttyp (Flurname, Gebäude, Schriftquelle, Bildquelle, mündlicher Bericht, Objekt, Ereignis), Ort, Beschreibung, Person, Herrschaft, Landgericht, Zeit (von-bis), Bundesland und Kategorie (Rechtsorte, Strafrechtsaltertümer, Hoheitsrechtsaltertümer, Rechtsquellen, Delikte, Strafen, diverses) suchen. Aus unserer Gegend sind bereits unter anderem folgende Texte enthalten: